Autor: Sandro Philippi

  • Aufruf

    Schluss mit Sparpolitik in der Bildung

    Es ist überall das gleiche: Professuren werden gestrichen, Schulunterricht findet in schimmeligen Containern statt, für Unigebäude besteht Betretungsgefahr, was für Raummangel sorgt und Bildungsungerechtigkeit beseitigt das BAföG auch nicht. Wissenschaftler*innen bangen um ihre Jobs. Lehrer*innen ächzen unter Überstunden. Schüler*innen leiden massiv unter Leistungsdruck.

    All diese Probleme lassen sich schließlich auf eins zurückzuführen: Bildung wird kaputt gespart! Jedes Jahr sehen wir in den Haushalten weniger finanzielle Mittel die für Bildung eingeplant werden. Teilweise durch direkte Kürzungen, teilweise durch gleichbleibende Haushaltsmittel. So werden bei allgemeinen Preissteigerungen die Budgets faktisch gekürzt.

    Wir nehmen das nicht mehr hin!

    Forderungen

    • Die Schuldenbremse muss abgeschafft werden, damit der Staat die nötigen Bildungsinvestitionen in die Wege leiten kann. Damit soll er auch wieder funktionaler als Arbeitsgeber und Forschungsförderer sein, statt sich fortwährend akademisch zu deindustrialisieren.
    • Eine umfassende Steuerreform ist von Nöten, um den Mangel an Fachpersonal im Bildungs‑, Wissenschafts- und Erziehungswesen nachhaltig beheben zu können.
    • Insbesondere die Vermögen, Erbschaften, Übergewinne und Kapitalerträge müssen vernünftig besteuert werden. 
    • Es braucht massive, staatliche Investitionen in Bildungseinrichtungen.
    • Für zeitgemäße Lernbedingungen muss die Betreuungsquote drastisch verbessert werden. Wir brauchen einen Personalaufwuchs und im akademischen Bildungswesen eine Entfristungsoffensive.
    • Mobilität muss sichergestellt werden. Daher fordern wir einen kostenlosen öffentlichen Personenverkehr.
    • Ein Mietenstopp und der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus ist die Grundbedingung, um am (Aus-)Bildungsort überhaupt leben zu können. 
    • Zunehmende soziale Ungleichheiten und Preissteigerung erfordern eine drastische Ausweitung der subjektiven Bildungsförderung.
    • Die Bedarfssätze des BAföG müssen armutsfest an die Preisentwicklung angepasst werden und regional an die realen Mietspiegel und Lebenshaltungskosten gekoppelt sein.
    • Das BAföG muss ausschließlich als elternunabhängiger Vollzuschuss gestaltet sein und die Geförderten-Quote muss massiv ausgebaut werden.
    • Ehrenamtliches Engagement, insbesondere in der Jugendverbandsarbeit, muss in der Studien- und Ausbildungsorganisation sowie in der Förderpraxis berücksichtigt und gefördert werden.
  • Berlin – Kundgebungen 2. Juni

    In der Hauptstadt hat der Senat eine massive Kürzung der Hochschulhaushalte beschlossen. Damit werden Neueinstellungen gestoppt und Studienplätze abgebaut. Von besonderer Brisanz ist, dass der Senat damit die 2024 unterzeichneten Hochschulverträge nicht einhält. Ver.di und Hochschulvertreter*innen haben eine Petition übergeben: https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-haushaltsloch-in-berlin-gewerkschaft-verdi-uebergibt-petition-gegen-kuerzungen-bei-hochschulen-100.html

    An den Hochschulen finden diverse Protestaktionen statt. Bereits am 22.05.2025 hat hat an der Technischen Universität (TU) Berlin ein Krisenforum stattgefunden. Am 28. Mai finden weitere derartige Foren an der Freien Universität (FU), der Humboldt Uni Berlin sowie der Berliner Hochschule für Technik statt. Am 4. Juni finden anschließend Kundgebungen statt.

  • Sachsen – Demonstration 7.Mai

    Sachsen – Demonstration 7.Mai

    Der geplante sächsische Doppelhaushalt sieht drastische Kürzungen bei den Studentenwerken (und ja, hier heißen sie noch so) vor. Die Kosten müssen vor allem die sächsischen Studierenden tragen. In Dresden sind die betroffenen Hochschulen zusammen dagegen auf die Straße gegangen – und haben so auf die drastischen Folgen aufmerksam gemacht:

    • Ein Semesterbeitrag von bis zu 370 Euro
    • Steigerung der Mieten für Wohnheimplätze
    • Höhere Preise in Mensen
    • Kürzere Öffnungszeiten der Mensa
    • Kürzungen bei den Beratungsangeboten

    Der Demozug fasste 800 Studierende und ging von der Uni über den Hauptbahnhof und dem Pirnaischen Platz bis zum Landtag. Es gab Redebeiträge an der Uni, am Hauptbahnhof und am Landtag. Diese wurden unterandern von der Prorektorin für Universitätskultur der TU Dresden Roswitha Böhm,dem Geschäftsführer des Studenwerks Dresden Michael Rollberg und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates Mathias Fröck gehalten

    Auch kamen Studis gegen Rechts Dresden zu Wort und Lisa aus dem fzs-Vorstand (2024/2025) hielt einen Redebeitrag und darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Bildung vielerorts ausverkauft wird und wir deshalb zusammen dagegen vorgehen müssen.

    Mehr dazu findet ihr unter: https://save-our-stuwe.de/

    Demonstration in Dresden. Studierende laufen am Hauptbahnhof vorbei.
    Foto: Max Trotte