An fast allen deutschen Hochschulstandorten wird eingespart, gekürzt oder gar nicht erst investiert. Studierende spüren die Verschlechterungen und starten lokale und überregionale Kampagnen, Petitionen und Proteste.
Klickt euch durch und schaut was lokal los ist.
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Deine Uni oder Hochschule ist nicht dabei? Schreib uns auch oder schau bei den Terminen vorbei denn aktuell sind viele Regionalbündnisse im Aufbau.
In der Hauptstadt hat der Senat eine massive Kürzung der Hochschulhaushalte beschlossen. Damit werden Neueinstellungen gestoppt und Studienplätze abgebaut. Von besonderer Brisanz ist, dass der Senat damit die 2024 unterzeichneten Hochschulverträge nicht einhält. Ver.di und Hochschulvertreter*innen haben eine Petition übergeben: https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-haushaltsloch-in-berlin-gewerkschaft-verdi-uebergibt-petition-gegen-kuerzungen-bei-hochschulen-100.html
An den Hochschulen fanden diverse Protestaktionen statt. Bereits am 22.05.2025 hat an der Technischen Universität (TU) Berlin ein Krisenforum stattgefunden. Am 28. Mai fanden weitere derartige Foren an der Freien Universität (FU), der Humboldt Uni Berlin sowie der Berliner Hochschule für Technik statt. Am 4. Juni fanden anschließende Kundgebungen statt.
Passau
Auch im Süden wird gekürzt. Der AStA der Uni Passau schreibt: “ Die Situation an der Universität Passau ist alarmierend. Durch massive finanzielle Engpässe droht nicht nur der Verlust von Lehr- und Betreuungsqualität, sondern auch eine zunehmende soziale Spaltung im Bildungsbereich. Die Verantwortung hierfür liegt nicht bei der Universität selbst, sondern in der seit Jahrzehnten verfolgten Sparpolitik der Bayerischen Staatsregierungen. Während hohe Investitionen in Verwaltung und IT notwendig waren, hat der Freistaat seine Finanzierung nicht an die aktuellen Herausforderungen angepasst.
Gemeinsam mit dem AStA der Uni Augsburg, der StuVe Bamberg, der StuVe der Katholischen Stiftungshochschule (Campus München) und dem fzs hat der AStA der Uni Passau einen offenen Brief herausgegeben.
https://www.uni-passau.de/sprecherinnenrat/
Im November 2025 fand eine Kundgebungen geben die aktiven Kürzungen durch Studierende und Gewerkschaften & dem fzs statt. Den Bericht gibt’s HIER
Potsdam
Der medizinischen Hochschule Brandenburg sollten 6,6 Millionen Euro gestrichen werden. Mit einem offenen Brief der MHB und des fzs & einer wahnsinnig tollen Demo vor dem brandenburgischen Landtag konnte erreicht werden, dass zumindest für dieses Jahr das Geld nicht gekürzt wird.
Der Semesterbeitrag wird um 90 Euro auf 425€ erhöht. Ein Studibündnis hat am 27. Mai eine Demo mit 500 Leuten organisiert. Bei einer Vollversammlung mit über 800 Leuten haben wir an der Universität die Rücknahme der Erhöhung gefordert, die auch vom Akademischen Senat beschlossen wurde. Am 18. Juni wurde von Studis gegen Rechts der Hauptplatz auf dem Campus besetzt.
https://lak-bremen.de/2025/03/asten-beklagen-semesterbeitrag-in-bremen-steigt-um-fast-100e/
https://www.instagram.com/p/DKNBLl2MHh2/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==
https://sr.uni-bremen.de/w/images/2/27/Beschl%C3%BCsse_Vollversammlung_03.06.2025.pdf
Laut Berechnung der Hochschulpräsidien in Hessen würden die Finanzplanungen der Landesregierung zu einem Defizit von rund einer Milliarde Euro in den nächsten sechs Jahren führen. Studierende, Personalräte und ihre Gewerkschaften sind alarmiert. Die Personalrät*innen haben bereits einen offenen Brief an die Landesregierung versendet. Am 18.06. fand um 14 Uhr ein Studierendenproteststatt, den die ansäßigen Studierendenvertretungen im Verbund organisieren. Des Weiteren hat die GEW Hessen eine Petition an den hessischen Finanzminister Ralph Alexander Lorz initiiert.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterfinaziert die Studierendenwerke wiederholt und die Semesterbeiträge steigen kontinuierlich. Es gab bereits eine Petiton des AStA der Universität Rostock.
Die Landesstudierendenvertretung von Nordrhein-Westfalen (NRW) befasst sich derzeit mit Kürzungen an Hochschulen und Studiengebühren. Bereits vor einer Woche hat sich die Landesstudierendenvertretung kritisch gegenüber der Einführung von Studiengebühren geäußert. Es wird voraussichtlich weitere Aktionen geben.
Weitergehende Infos findet ihr hier: https://latnrw.de/2025/05/13/lat-nrw-kritisiert-geplante-einfuehrung-von-studiengebuehren-fuer-nicht-eu-studierende-an-der-rwth-aachen/
Der geplante sächsische Doppelhaushalt sieht drastische Kürzungen bei den Studentenwerken (und ja, hier heißen sie noch so) vor. Die Kosten müssen vor allem die sächsischen Studierenden tragen. Studierende aus ganz Sachsen haben sich unter save-our-stuwe zusammengeschlossen und arbeiten mit der KSS zusammen.
Dresden
In Dresden sind die betroffenen Hochschulen zusammen dagegen auf die Straße gegangen – und haben so auf die drastischen Folgen aufmerksam gemacht:
- Ein Semesterbeitrag von bis zu 370 Euro
- Steigerung der Mieten für Wohnheimplätze
- Höhere Preise in Mensen
- Kürzere Öffnungszeiten der Mensa
- Kürzungen bei den Beratungsangeboten
Der Demozug ging von der Uni bis zum Landtag. Es gab Redebeiträge an der Uni, am Hbf und am Landtag.
In Thüringen läuft die Kampagne „BAföG oder Abbruch“, die wir im Rahmen unserer Kampagne unterstützen. Neben mehreren Aktionswochen gab es eine Umfrage und eine Petition. Im Frühjahr 2025 fand ein landesweiter Aktionszeitraum statt, der mit einer Demo im Mai in Erfurt endete
Infos: https://linktr.ee/bafoeg.oder.abbruch
